Findelkind Igel  

Wenn der Igel zu früh aus dem Winterschlaf erwacht un der Boden noch gefroren ist

Normalerweise erwachen die Igel im März aus ihrem Winterschlaf. Doch immer wieder kommt es vor, dass ein Igel schon früher (zu früh) wieder wach ist. Sollte es dann noch frostig und der Boden gefroren sein, können Sie dem Igel vorrübergehend Futter anbieten - aber nur solange, bis sich das Wetter bessert und wieder Futtertiere (Würmer, Käfer, Schnecken) vorhanden sind.
Lesen Sie hier z. B. auch, was man einem Igel anbieten kann: VIER PFOTEN Igel-Ratgeber. (PDF, 130 KB)



 

Quelle: vier-pfoten.de

Herbstzeit - jetzt ist der Igel wieder besonders aktiv in Gärten und Wäldern; er bereitet sich auf den Winterschlaf vor. Ein gesundes Tier überlebt den Winter ohne Probleme, darum Vorsicht vor falsch verstandener Fürsorge beim Findelkind Igel! Der Igel ist ein streng geschütztes Wildtier und gehört nur im Ausnahmefall in menschliche Obhut.

Von Mitte November bis März begeben sich Igel in den Winterschlaf. Dabei werden die Körperfunktionen auf ein Minimum herabgesetzt. Mit Hilfe ihrer angefressenen Energiereserven können die Tiere bis zu einem halben Jahr ohne Futter auskommen. Eine sehr gute Überlebenschance haben Igel, die vor dem Winterschlaf 500 Gramm oder mehr wiegen.
Schwache, verletzte, kranke oder elternlose Igel, die zum Überleben Unterstützung brauchen, sind häufig daran zu erkennen, dass sie sich am Tage zeigen. Schwache Tiere müssen nicht aus ihrem natürlichen Umfeld gerissen werden - Erste Hilfe ist auch vor Ort möglich, z.B. mit einer Futterstelle in geschützter Lage. Außerdem sollten Laub-, Reisig- oder Komposthaufen im Garten belassen werden. Sie bieten den Igeln Schutz vor Wind und Wetter. Zum Füttern eignet sich Trockenfutter für Frettchen aus dem Fachhandel. Es ist sehr eiweißreich und wird von Igeln gerne gefressen. Deshalb ist es eine ideale Nahrungsquelle auch für schwache Igel und Jungtiere.

Die wenigsten Jungigel werden wirklich verlassen. Denn Muttertiere lassen den Wurf auf der Suche nach Nahrung immer wieder für mehrere Stunden allein. Ein vermeintlich verlassenes Jungtier sollte man daher zunächst genau beobachten, ehe man den Kleinen in Obhut nimmt.
Jeder, der in Absprache mit dem Tierarzt einen verletzten oder schwachen Igel in seine Obhut nimmt, muss wissen, dass die Aufzucht und Pflege von jungen Igeln viel Sachverstand erfordert und zeitraubend ist. Deshalb raten wir, die Tiere besser in die fachlichen Hände einer Igelpflegestation zu geben.

Kleine Igel nehmen fünf bis zehn Mahlzeiten täglich zu sich und brauchen einen genauen Fütterungsrhythmus. Ist das Tier vor der Frostperiode wieder gesund, sollte es sofort in die freie Natur entlassen werden.

Ausführliche Informationen sowie Tipps, was bei der Pflege eines Igels zu beachten ist, finden Sie im VIER PFOTEN Igel-Ratgeber. (PDF, 130 KB)

Weitere Informationen und Hilfe:
Wildvogel - Pflegestation Kirchwald mit Igelstation, Tel. 02651 - 3971
Pro Igel e.V. Internet: www. pro-igel.de  Igel-Hotline: Tel. 0180 - 55559551
Dort gibt es ein Adressenverzeichnis der Igelstationen und Igel-Schutzvereine


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